Humor und Integration
Spiegel-Online berichtete in dieser Woche über den Comedian Bülent Ceylan und über den Zusammenhang zwischen seinem Erfolg und seiner türkischen Herkunft.
Die Zitate Ceylans, welche dieser Artikel beinhaltet, zeigen einen Aspekt der Integrationsdebatte, durch welchen diese in einem weniger ernsten, aber vielleicht gerade dadurch gut verständlichen Licht dargestellt wird. So sagt Ceylan, dass ihm seine Herkunft bei seinen Auftritten insofern nütze, als er Witze über Türken machen oder Hitler parodieren dürfe, ohne dass dies rassistisch wirke, da er sich ja ansonsten selbst beleidigen würde.
Auch die Aussage Ceylans, dass auch Frauen mit Kopftuch, die in seinem Publikum sitzen, über besonders anzügliche Witze lachen, was deutsche Zuschauer oft sehr verwirre, zeigt, dass die Behandlung des Integrationsthemas vor einem humoristischen Hintergrund sinnvoll ist, um die Distanz zwischen Migranten und Einheimischen zu verringern.
Dass der Spiegel-Bericht Ceylans Aussagen positiv darstellt und nicht zu bedenken gibt, ob er vielleicht zu weit gehe, bestärkt das Bild, dass eine weniger ernste (aber dennoch ernsthafte) Herangehensweise auch ein Schritt in die richtige Richtung sein kann.
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(Quelle: spiegel.de)
