Falsch verstandener Patriotismus
Vor einigen Tagen wurde an dieser Stelle auf einen Artikel der BILD-Zeitung verwiesen, in dem es um die rassistischen Angriffe auf Mesut Özil ging. Heute wurde auch auf der Seite des E-mail-Anbieters GMX ein Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht. Darin wurde vor allem auf einen Kommentar des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich Bezug genommen, in dem dieser die Angriffe auf Özil in Beziehung zu der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands setzt.
Friedrich habe sich zudem über die “Sieg, Sieg”-Rufe besorgt gezeigt, die von einigen deutschen Fans während der Vorrundenspiele der EM zu hören waren. Diese besäßen eine zu starke Signifikanz, so dass eine deutliche Verbindung mit dem zweiten Weltkrieg bestünde. Was durch derartige Angriffe vor allem in Gefahr sei, ist, so Friedrich, der deutsche Patriotismus, welcher seit der NS-Zeit ohnehin nur mit Vorsicht ausgelebt werden könne. Auch wenn die Kritik in diesem Fall berechtigt ist, scheint es doch voreilig zu sein, das allgemeine Patriotismusgefühl, welches auch in anderen Ländern funktioniert, so stark einzugrenzen, um es legal zu halten. Wie sollte man also mit Rassismus und der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands umgehen, damit sowohl das Patriotismusgefühl als auch die Toleranz nicht zu kurz kommen?
fb
(Quelle: gmx.net)
